Citrix Desktop Virtualisierung

Die verschiedenen Ansätze zur Desktop-Virtualisierung haben gemeinsam, dass der Benutzer-Desktop nicht lokal auf dem Endgerät des Anwenders eingerichtet ist, sondern virtuell von einem Rechenzentrum aus bereitgestellt wird. Dabei lassen sich je nach Technologie und Benutzertyp unterschiedliche Arten von virtuellen Benutzer-Desktops unterscheiden.
Standard-Desktop: Bei diesem Verfahren wird dem Anwender ein Standard-Desktop über einen Terminal Server zur Verfügung gestellt. Die Benutzerumgebung ist schnell, einfach und für alle Anwender einheitlich gestaltet. Standard-Desktops werden vor allem an Büroarbeitsplätzen mit vielen Routineaufgaben eingesetzt, beispielsweise in Call-Centern oder Banken.
Individueller Desktop: Mit Hilfe virtueller Maschinen auf einem Server lassen sich eigenständige virtuelle Desktops einrichten, die als Services zentral verwaltet werden, aber von ihren Benutzern personalisiert werden können. Dieser Desktop wendet sich an Nutzer mit komplexeren IT-Anforderungen wie in der Buchhaltung oder in Finanzabteilungen.
Hochleistungs-Desktop: Bei noch höheren Ansprüchen kommt die dritte, besonders leistungsstarke Variante zum Einsatz: Der Desk-top wird auf einem Blade PC im Rechenzentrum eingerichtet, dessen individuelle Pro-zessorleistung und Ressourcenausstattung dem jeweiligen Anwender komplett zur Verfügung steht. Dieser Desktop bietet sich an für Nutzer, die mit rechenintensiven Anwendungen umgehen und normalerweise mit sehr leistungsfähigen Endgeräten ausgestattet werden (z.B. Konstrukteure, Software-Entwickler etc.).
Warum Desktop-Virtualisierung?
Kostenvorteile: Das zentralisierte Management der Desktops reduziert den Administrationsaufwand und damit die laufenden IT-Kosten. Administratoren können alle notwendigen Installationen auf den zentralen Servern vornehmen und müssen beispielsweise nicht den Arbeitsplatz des Anwenders aufsuchen, um einen neuen Benutzer-Desktop einzurichten. Außerdem lassen sich Hardware- und Infrastrukturkosten einsparen. Als Endgeräte können auch Desktop-Rechner mit geringer Hardwareausstattung oder stromsparende und wartungsarme Thin Clients eingesetzt werden.
Flexibilität: Neue Desktops können innerhalb von Minuten aufgesetzt werden, Anwender erhalten bei Bedarf auch Zugang zu unterschiedlich konfigurierten Benutzer-umgebungen. Zudem lassen sich Migrationen auf neue Betriebssystem-Versionen Windows 7 enorm beschleunigen und vereinfachen: Ein Upgrade erfordert keine Investitionen in neue, leistungsfähigere Client-Hardware mehr und kann sehr zügig für das gesamte Unternehmen abgewickelt werden.
Sicherheit: Die Administratoren haben volle Kontrolle über die Sicherheit der Desktop-Umgebung: Sensible Daten liegen nicht auf möglicherweise ungeschützten Endgerä-ten, sondern gut gesichert auf zentralen Servern. Zugriffsrechte werden zentral verwaltet und an die jeweilige Benutzerrolle angepasst. Außerdem können die Administrato-ren sicherstellen, dass alle Desktop-Umgebungen die neueste Viren-Software und die aktuellsten Sicherheits-Patches nutzen.
User Experience: Virtualisierte Desktops bieten auch den Anwendern Vorteile gegenüber einer lokal installierten Benutzerumgebung: Häufig verbessert sich die Performance, da diese nicht mehr von den Prozessor- und Speicherressourcen des Endgeräts abhängig ist. Außerdem lassen sich Technologien wie „Instant On“ nutzen: Die Benutzerumgebung steht sofort auf dem Endgerät zur Verfügung – der Anwender muss nicht erst warten, bis das Betriebssystem hochgefahren ist.
